Phytotherapie

 

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Phytotherapie

Die Phytotherapie (Pfalnzenheilkunde) ist ein sehr altes und auf allen Kontinenten und in allen Kulturen verbreitetes Naturheilverfahren. Es werden Planzen, Pflanzenteile oder Bestandteile von Pflanzen in Form von Tees, Tinkturen, Salben und so weiter verwendet.

Auch viele moderne Arzneimittel stammen von Pflanzen ab, z.B. das Herzmittel Digitalis vom Fingerhut, das Gichtmittel Colchicin von der Herbstzeitlose, oder die bekannte Acetyl-Saliciylsäure im Aspirin(R) aus der Weidenrinde.

Da es sich bei Phytopharmaka um Naturprodukte handelt, unterliegen die wirksamen Inhaltsstoffe natürlichen Schwankungen. Vom Klima und dem Standort der Pflanze, über den Erntezeitpunkt und die Lagerung bis zum Herstellungsprozess reichen die Faktoren, die die Zusammensetzung eines pflanzlichen Arzneimittels (z.B. eines Kamillentees) beeinflussen.

Wirkstoffe

In pflanzlichen Arzneimitteln wirkt immer ein Stoffgemisch; ihre Wirkung ergibt sich immer aus der Summe aller Inhaltsstoffe.

Ätherische Öle kommen in praktisch allen Pflanzen vor. Sie sind leicht flüchtig und stark riechend. Beispiele sind Lavendel, Thymian, Rosmarin.

Alkaloide sind sehr stark wirkende Stoffe, auch Heilgifte genannt, und nicht zur Teezubereitung geeignet. Beispiele: Atropin der Tollkirsche, Nicotin, Coffein.

Bitterstoffe, auch Amara genannt, wirken appetitanregend, sekretionssteigernd, verdauungsfördernd. Beispiele sind Enzian, Schafgarbe, Galgant.

Flavonoide sind gelb gefärbte Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Sie wirken schmerzstillend (Arnika), krampflösend (Kamille), leberschützend (Mariendistel).

Gerbstoffe können die Haut oder Schleimhaut widerstandsfähig machen. Sie zusammenziehend, wirken antibakteriell und antiviral. Beispiele sind Blutwurz, Eichenrinde.

Unter den Glykosiden sind besonders die Herzglykoside aus dem Roten Fingerhut bekannt. Es gibt aber auch schleimlösende (Primelwurzel), abführende (Faulbaumrinde) und schweißtreibende (Lindenblüte) Glykoside.

Saponine sind "Seifenstoffe". Sie wirken schleimverflüssigend, harntreibend, entzündungswidrig. Verwendet werden z.B. Efeu, Primel, Süßholzwurzel.

Schleimstoffe wirken lokal reizmildernd, indem sie einen Film über die Schleimhäute legen. Sie werden besonders eingesetzt bei Hustenreiz oder wegen der leicht abführenden Wirkung. Beispiele sind Eibischwurzel, Isländisch Moos, Leinsamen.

Kieselsäure wird zum Gurgeln, als Badesalz oder nach Knochenbrüchen eingesetzt. Sie kommt vor z.B. im Ackerschachtelhalm, Beinwell, Lungenkraut.

Anwendungsformen

Die bekannteste Anwendungsform dürfte der Tee sein. Aber eigentlich muss man hier unterscheiden zwischen

  • Infus (Aufguss mit heißem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen),

  • Dekokt (Abkochung von 4 bis 30 Minuten Dauer) und

  • Mazerat (ein Auszug mit kaltem oder lauwarmem Wasser).

In allen Fällen sollte die Zubereitung in einem geschlossenen Topf erfolgen.

Weitere Anwendungsformen sind alkoholische Auszüge (Tinkturen und Extrakte),

Kombination

Die Phytotherapie lässt sich sehr gut mit anderen naturheilkundlichen Verfahren kombinieren, z.B. mit Homöopathie, Akupunktur und anderen.

 

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